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Mai
20

Arbeitsgemeinschaft Fananwälte gegründet

Die Internetpräsenz der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ www.fananwaelte.de ist online.
Die im Mai 2011 gegründete „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ ist ein Zusammenschluss von
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die regelmäßig Fußballfans vertreten.
In den vergangenen Jahren sind Fußballfans verstärkt in das Visier der Polizei gerückt. Von
Chaoten, Gewalttätern und Randalierern ist oftmals pauschal und vorschnell die Rede. Vereine
und Verbände übernehmen häufig unkritisch die polizeilichen Vorgaben. Staatliche
Repressionsmaßnahmen schießen oft über das Ziel hinaus. So werden Stadionverbote verhängt,
bevor Ermittlungen abgeschlossen sind oder Unschuldige in die stigmatisierende Datei
Gewalttäter Sport eingetragen. Bürgerrechte scheinen im Zusammenhang mit Fußballfans oft
keine Geltung mehr zu haben.
Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, dieser Tendenz durch die Vernetzung der „Fananwälte“
entgegenzuwirken.
Die in der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ zusammengeschlossenen elf Rechtsanwältinnen
und Rechtsanwälte kommen aus Berlin, Frankfurt, Karlsruhe, Köln, München, Nürnberg,
Würzburg und Stuttgart – hierunter Spezialisten auf dem Gebiet der Strafverteidigung, des
Verwaltungsrechts sowie des Zivilrechts.
Der Kampf um die Aufhebung eines Stadionverbotes, die Verteidigung von Fußballfans in
anlassbezogenen Strafverfahren, die Abwehr oder Anfechtung eines Aufenthalts- bzw.
Ausreiseverbots, der Antrag auf Löschung von erhobenen personenbezogenen Daten des Fans –
diese Problemfelder beschäftigen die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte jedenfalls in einem
Teilbereich in ihrer täglichen Arbeit.
Um die hierbei gewonnenen Erfahrungen teilen zu können, finden regelmäßige Arbeitstreffen der
Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ statt. Gegenstand dieses Austauschs sind
außerdem aktuelle Entwicklungen im Spannungsverhältnis „Fußballfans und Sicherheitsbehörden“
bzw. „Fußballfans und Vereine/Verbände.“
Die „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ wird sich an der öffentlichen Diskussion beteiligen, um
dem oft einseitigen Bild des Fans als Sicherheitsrisiko entgegenzuwirken.