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Feb
12

Kinoseminar für Schulklassen

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus veranstalten wir ein Kinoseminar für Schulkassen mit dem Gewaltpräventionsfilm „Heimspiel“ und der Film „Nachspielzeit“.

Die Landeszentrale für politische Bildung bietet in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt „Innwurf“ und dem Sozialpädagogischen Netzwerk der AWO Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, am Beispiel der beiden Filme „Heimspiel“ (preisgekrönter themenzentrierter Kurzfilm) und „Nachspielzeit“ (sozialkritisches Drama, uraufgeführt 2015 beim 36. Filmfestival Max Ophüls Preis) eine vielschichtige Diskussion

über das Thema „Gewalt“ zu führen. Die Risiken und Grenzen von Gewalthandeln, Akzeptanz von Gewalt oder sogar Freude an Gewaltausübung werden hier ebenso aufgegriffen wie die jugendspezifischen Themen Macht, Respekt, Ehre, Perspektivlosigkeit, Geschlechterverhältnisse und Kontrollverlust bei Konfrontation. Junge Heranwachsende können sich in eine ihnen ungewohnte Lebenswelt versetzen und bekommen dadurch eine Chance zur Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Gewalt“.

Im Mittelpunkt jedes Kinoseminars (ca. zweieinhalb Zeitstunden, ab Klassenstufe 9) steht neben der Vorführung die Diskussion über den Film. Hierfür konnten wir den Sozial- und Medienpädagogen Jörg Litzenburger gewinnen. Er hat mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen.

Die insgesamt vier Veranstaltungen für jeweils max. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden statt am Donnerstag, 19. März (8.30 Uhr „Heimspiel“ und 11.00 Uhr „Nachspielzeit“), und Freitag, 20. März (8.30 Uhr „Nachspielzeit“ und 11.00 Uhr „Heimspiel“), im Filmhaus Saarbrücken (Mainzer Straße 8, 66 111 Saarbrücken). Der Eintritt kostet 3,50 €.

Anmeldung für Schulklassen bei der Landeszentrale unter Tel.: 06897 – 7908-104 / -144

Der Film „Nachspielzeit“

Regisseur Andreas Pieper greift mit „Nachspielzeit“ brandaktuelle Themen wie Ausländerhass und Jugendkriminalität auf. Schwere Kost – sicher nichts für einen lustigen Kinoabend mit Popcorn-knabbernden Freunden, sondern ein Film zum Nachdenken.

Nachspielzeit

Handlung

Cem (Mehmet Atesci) ist Mitte 20 und leistet in Berlin-Neukölln seinen Freiwilligendienst im Altersheim. Dort ist er aufgewachsen, und er will seinen Kiez verteidigen: Gegen Nazis, Spekulanten und Verdrängung. Aber wie geht das eigentlich? Wer sind hier die wahren Gegner? Und wie funktioniert der Kampf? Einen Ausgleich sucht Cem bei seiner anderen großen Leidenschaft, dem Fußball. Bei einem Spiel gerät er heftig mit Roman (Frederick Lau) aneinander. Roman droht ihm. Am nächsten Tag sind im Restaurant von Cems Eltern die Fensterscheiben eingeworfen. Ein Zufall? Cem schwört Rache. Doch der Zweikampf zieht immer größere Kreise. Als Astrid plötzlich ins Visier von Roman gerät, spitzt sich der Konflikt dramatisch zu. Plötzlich geht es um Leben und Tod.

 Die Laufzeit beträgt 87 Minuten.

Der Film „Heimspiel“

Angesichts von Gewaltexzessen in U-Bahnen und Fußgängerzonen hat die Polizeiliche Kriminalprävention einen neuen vorbeugenden Ansatz entwickelt, der mit Hilfe des preisgekrönten Kurzspielfilms „Heimspiel“ gewaltgeneigte junge Menschen mit dem Ziel, einen Prozess des Nachdenkens über Gewalt, Werte und Beziehungen zu initiieren, ansprechen soll. Dass der neue Ansatz funktioniert, hat ein Praxistest zu Jahresbeginn gezeigt. Demnach provoziert „Heimspiel“ junge, gewalt-affine Menschen zum Gespräch, weil er keine vorformulierten Botschaften enthält.

Heimspiel

Handlung

Andreas Vossen ist Gymnasiallehrer. Und Hooligan. In der Meute prügelt er, bis sein Kopf leer ist und das Adrenalin durch seine Adern pumpt. Dieser Rausch lässt ihn leben, macht ihn süchtig. Seine Frau hat sich mit seinem dunklen Hobby arrangiert. Als ein neuer Schüler in die Klasse kommt und Vossen als Hooligan erkennt, drohen die sauber getrennten Welten zusammenzufallen. Denn Benny ist selber Hooligan. Als er auf dem Schulhof in eine Prügelei gerät, rechnet er mit Rückendeckung durch den Lehrer. Doch Andreas Vossen lässt den Schüler vor allen anderen auflaufen. Enttäuscht wendet sich der junge Hooligan gegen ihn und provoziert den Ethiklehrer in der Schule bis aufs Äußerste. Es beginnt ein Kampf, der Vossen immer mehr in die Enge treibt. Beim nächsten Wochenendmatch stehen sich die beiden auf dem Kampfplatz gegenüber. Und Vossen schlägt zu.

Die Laufzeit beträgt 22 Minuten.

Mehr Informationen zu Jugendkriminalität und dem Medienpaket „Heimspiel“ erhalten Sie im Internet unter: www.polizei-beratung.de/heimspiel